Was kostet ein kfw 40 haus?

Ein Bekannter von mir will jetzt ein kfw 40 haus oder sowas bauen. Was heißt das na jetzt genau??? Irgenwas mit Solar? Kostet so ein kfw 40 haus zum errichten viel mehr als ein normales Haus oder hat man danach hohe Kosten zum erhalten? Muss man beachten, in welcher Lage man die Hütte hinstellt? Wegen Sonne und so... zu teuer solls ja net werden. Ade, bleibt schee :)

Gefragt von Irene am 19.05.2010

Rubrik:  Hausbau > Bauplanung > Haus planen

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Antworten (2)

Antwort von ReiMa-Baudienstleistungen am 19.05.2010

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Niedrigenergiehaus

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Um den Standard Niedrigenergiehaus zu erreichen, dürfen 70 kWh/(m²a) Heizwärmebedarf nach der seit 1. Februar 2002 in Deutschland geltenden Energieeinsparverordnung (EnEV) nicht überschritten werden. Diese Verordnung ist seit dem 1. Januar 2009 überholt, da der Energiestandard auf KfW-60-Basis gesenkt wurde.

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Passivhaus

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Der Standard Passivhaus legt einen Heizwärmebedarf von maximal 15 kWh/(m²a) sowie einen Primärenergiebedarf, einschließlich des Haushaltstroms, von unter 120 kWh/(m²a) fest. Der Flächenbezugswert ist die beheizte Wohnfläche.

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Nullenergiehaus

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Der Nullenergiehaus-Standard kommt im Jahresmittel ohne Netto-Energiebezug von außen aus.

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Plusenergiehaus

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Beim Plusenergiehaus-Standard erfolgt im Jahresmittel eine Netto-Energielieferung nach außen. Ein solches Haus ist dazu mit zahlreichen Solarzellen zur Stromerzeugung ausgestattet; weitere Anlagen sind Sonnenkollektoren, Wärmerückgewinnung und Erdwärmeübertrager. Ein erster Prototyp von Rolf Disch, das „Heliotrop“, wurde 1994 in Freiburg im Breisgau errichtet. Seit 2000 plante und realisierte Disch darüber hinaus eine Siedlung mit 59 Plusenergiehäusern in der sogenannten Solarsiedlung des Freiburger Stadtteils Vauban. Das aktuellste Beispiel ist das Plus-Energie-Haus des BMWI und BMVBS, welches von 2009 bis 2010 durch Deutschland als Beispiel für Nachhaltige Architektur mit Stationen in München, Berlin, Hamburg, Frankfurt und Düsseldorf reist. Es ist die Weiterentwicklung der Entwurfsidee von Studenten der Technischen Universität Darmstadt, welche unter der Leitung von Prof. Manfred Hegger den international anerkannten Solar Decathlon Wettbewerb in Washington D. C. 2007 gewann.[1]

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KfW-Effizienzhaus 40 (EnEV2004)

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Der Jahres-Primärenergiebedarf ist auf maximal 40 kWh/m² Gebäudenutzfläche pro Jahr beschränkt.

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KfW-Effizienzhaus 60 (EnEV2004)

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Der Jahres-Primärenergiebedarf ist auf maximal 60 kWh/m² Gebäudenutzfläche pro Jahr beschränkt.

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KfW-Effizienzhaus 55 (EnEV2007)

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Der Jahres-Primärenergiebedarf und die Transmissionswärmeverluste dürfen maximal 55 % der nach EnEV2007 zulässigen Werte erreichen. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist auf maximal 40 kWh/m² Gebäudenutzfläche beschränkt. Auch Passivhäuser werden gefördert, wenn der Jahres-Primärenergiebedarf maximal 40 kWh/m² Gebäudenutzfläche und der Jahres-Heizwärmebedarf maximal 15 kWh/m² Wohnfläche beträgt.

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KfW-Effizienzhaus 70 (EnEV2007)

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Der Jahres-Primärenergiebedarf und der Transmissionswärmeverlust dürfen maximal 70 % der nach EnEV2007 zulässigen Werte erreichen. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist auf maximal 60 kWh/m² Gebäudenutzfläche beschränkt.

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KfW-Effizienzhaus 70 (EnEV2009)

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Der Jahres-Primärenergiebedarf darf maximal 70 % und der Transmissionswärmeverlust darf maximal 85 % der nach EnEV2009 zulässigen Werte erreichen. Die Förderung der Passivhäuser besteht weiterhin. KfW-Effizienzhäuser nach EnEV 2009 dürfen seit 1. Oktober 2009 beantragt werden. Nach Ablauf der Übergangsfrist, die am 31. Dezember 2009 abgelaufen ist, dürfen KfW-Effizienzhäuser nach EnEV 2007 nicht mehr beantragt werden.

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KfW-Effizienzhaus 85 (EnEV2009)

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Der Jahres-Primärenergiebedarf darf maximal 85 % und der Transmissionswärmeverlust darf maximal 100 % der nach EnEV2009 zulässigen Werte erreichen. Die Förderung des KfW-Effizienzhaus 85 nach EnEV 2009 soll bis voraussichtlich Juni 2009 eingestellt werden. Ab wann das KfW-Effizienzhaus 55 (EnEV2009) wieder gefördert werden soll ist bisher nicht bekannt (voraussichtlich Anfang bis Mitte 2010). Die Werte hierfür werden voraussichtlich 55% des Jahres-Primärenergiebedarf und 70 % des Transmissionswärmeverlustes betragen.

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X-Liter-Häuser

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Hier wird der Heizöl-Bedarf definiert. Eine sehr konkrete und plakative, allerdings auch unpräzise Bezeichnung. Oft wird für Niedrigenergiehäuser als 3-Liter-Haus geworben, dieser Wert ist aber nur mit sorgfältiger Planung und umfangreichen Maßnahmen zu erreichen. Ein Passivhaus kommt im Jahr mit weniger als 1,5 l/m² für die Heizung aus.

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KFW 40 Häuser kosten -je nach Größe und Ausstattung- ab 110.000,00 Euro.

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Mit freundlichen Grüßen

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ReiMa-Baudienstleistungen

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PS. Unsere Beiträge hier in diesem Forum stellen lediglich unsere eigene Meinung und somit keine Beratung dar. Vielfach ist es so, dass ohne eine vorausgegangene Augenscheinseinnahme vor Ort am Objekt und ohne Sichtung der Bau- oder Planungsunterlagen nicht alle tatsächlichen Fakten und örtlich vorherrschenden Gegebenheiten präsent und bekannt sind, weswegen wir aus diesem Grund in dieser Hinsicht keinerlei Haftung und keinerlei Gewährleistung für die Korrektheit des hier von uns eingestellten Beitrages übernehmen können.

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Antwort von Moderator Sharma-Hertweck am 19.05.2010

Hallo Irene,

 

ab dem 01.07.2010 gibt es wieder Änderungen der Förderstandards. So heißt es:

Die Förderung für KfW-Effizienzhaus 70 und Passivhaus wird fortgesetzt und um die KfW-Effizienzhäuser 55 und 40 erweitert.

Die besten energetischen Standards werden erstmalig mit einem Tilgungszuschuss belohnt. Infos zum Thema finden Sie hier: Ansonsten nochmals hier im Forum nachfragen.

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